Erschienen am 19. August 2026
Was passiert, wenn wir die Künstliche Intelligenz nicht begleiten – und was die Geschichte uns darüber verrät.

Ein Brief, datiert auf den 2. August 2046, geschrieben an den Sommer 2026. Die Gemeindeverwaltung teilt mit, dass der virtuelle Ausweis abgelaufen ist; zur Verlängerung möge man sich per Chat mit der Amts-KI verbinden. Zugestellt hat das eine Drohne. Auf Papier.
Die Drohne ist von 2046. Der Vorgang ist von 1965. Dazwischen liegt dieses Buch.
Sechzehn Kapitel über Bildung, Verwaltung, Arbeit und Teilhabe. „Mitwachsen“ zählt nicht auf, was künstliche Intelligenz kann, sondern was es kostet, wenn niemand rechtzeitig hinsieht — und wer dann zuständig gewesen wäre. Der Belegmaßstab ist streng: Ein Fall kommt nur vor, wenn das Beweisstück offenliegt, Gesetzestext, Gerichtsakte, Verbandsstatistik. Jede Zahl trägt Erhebung, Stichprobe und Datum. Wo die Daten eine Rechnung nicht hergeben, steht die Einschränkung im Text und nicht in einer Fußnote.
Taschenbuch · 324 Seiten · 13,99 € · ISBN 978-99987-401-0-5
E-Book · 6,99 € · ISBN 978-99987-401-1-2
R. Schröder · Verlag Schröders Bücher · 1. Auflage 2026
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Wer sagt: mein Sohn liest zu wenig, hat ein Problem. Wer sagt: die Jugend liest nicht mehr, hat eine Meinung. Ein Urteil, das niemanden benennt, verpflichtet zu nichts.
Aus Kapitel 3
Der Aufbau
Vier Teile, sechzehn Kapitel. Der erste Teil stellt fest, was der Fall ist. Der zweite rechnet nach, was das Warten kostet — und prüft an einem Gegenbeispiel, wann Zögern richtig war. Der dritte geht die Bereiche durch, in denen es heute schon entschieden wird. Der vierte fragt, wie es anders ginge.
Teil I — Diagnose
- Die stille Entscheidung
- Die unverdaute Welle
- Das Gespräch, das nicht geführt wird
- Was neu ist — und was übertrieben wird
- Abgehängt heißt nicht arbeitslos
Teil II — Was Verzögerung anrichtet
- Die Uhr läuft weiter
- Wer die Verzögerung bezahlt
- Als Zögern richtig war
Teil III — Heute
- Arbeit: keine Ersetzung, eine Umverteilung
- Verwaltung und Demokratie: das Fax, das Portal, die verschlossene Tür
- Bildung und Generationen: die Klasse ist schon da, die Regel noch nicht
- Teilhabe: die Schwelle, die niemand entworfen hat
- Begleitung: dieselbe Eigenschaft, zwei Enden des Lebens
- Wem gehört das Werkzeug? Der Stapel, auf dem alles steht
Teil IV — Mitwachsen
- Begleiten statt hinterherlaufen: die drei Formen
- Die zuversichtliche Version
Werkstatt und Anhang
Fünfundzwanzig Werkstattblätter im Anhang: zwanzig Minuten für die eigene Aufgaben-Landkarte, der Realitäts-Check, der Bescheid in normaler Sprache, die Betriebsvereinbarung, die es noch nicht gibt, der Nachweis ohne Detektor. Jedes Blatt ist so gebaut, dass eine einzelne Person es an einem Nachmittag durcharbeiten kann. Dazu eine Sammelanmerkung zum Rechtsstand der KI-Verordnung im Sommer 2026.
Zur Arbeitsweise
Werkstatt A16 verlangt von einer Lehrkraft einen einzigen Satz auf dem Arbeitsblatt: was erlaubt ist, was nicht, und was anzugeben ist. Es wäre sonderbar, das einem Fünfzehnjährigen abzuverlangen und selbst zu schweigen.
Also: Dieses Buch ist mit KI-Unterstützung entstanden. Der Text ist meiner — gedacht, gebaut, formuliert und verantwortet. Die Werkzeuge haben mitgesucht, Fundstellen aufgetrieben, Zahlen gegengeprüft, widersprochen, wo ich zu bequem geworden war, und am Ende die Datei gesetzt, aus der gedruckt wurde. Mehr als eine Zahl steht nur deshalb nicht in diesem Buch, weil jemand sie an der Quelle nachgesehen hat.
Es gibt keine Vorschrift, die diesen Absatz verlangt. Wer von anderen Offenlegung fordert, sollte nicht auf eine Regel warten, die ihn dazu zwingt. Der vollständige Text dazu steht am Ende des Buches.
Der Autor
R. Schröder schreibt über künstliche Intelligenz, Bildung und Teilhabe. „Mitwachsen“ ist sein erstes Buch. Zwei weitere sind in Arbeit: „Hallo? Ist da wer?“, ein Erfahrungsbericht in vier Phasen, und „Die neue Gesellschaft“, ein Essay über die Frage, was bleibt, wenn Maschinen die meiste Arbeit übernehmen.
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